Bruno Steingruber
Ausbilder/in mit eidg. Fachausweis

Bruno Steingruber ist ein «Pöstler» mit Leib und Seele. Seine Augen beginnen zu funkeln, wenn er von seinem Weg vom uniformierten Postbeamten zum Ausbildungsverantwortlichen der Distributionsbasis Zürich-Oerlikon erzählt. In der Tat hat Steingruber einen interessanten Werdegang und weiss viel zu erzählen.

«Gehe zur Post, da hast du es mit Papier zu tun»

Buchbinder war der Traumberuf des heute 37jährigen Ausbilders. Sein Lehrer meinte dann aber: «Bruno, gehe zur Post, da hast du es auch mit Papier zu tun». So erlernte Steingruber den Beruf des uniformierten Postbeamten. Das Handwerk des Buchbindens ist heute sein Hobby und eine Sammlung antiker Bücher zeugt ebenfalls von seiner Liebe zum Geschriebenen. Heute hat sich das Betätigungsfeld der Post auf viele weitere Medien erweitert.

Heute beginnt der Rest meines Lebens

Seine Karriere machte Steingruber bei der Post. «Eigentlich war ich früher eine eher introvertierte Persönlichkeit. Menschen interessierten mich aber schon immer und ich hatte schon früh den Wunsch eine Aufgabe in der Instruktion wahrzunehmen». In Steingrubers Personalakte finden sich immer wieder die entsprechenden Notizen. Für die Verantwortlichen bei der Post ist für diese Aufgabe eine fundierte Ausbildung in der Erwachsenenbildung sehr wichtig und die Weiterbildung zum Ausbilder mit eidg. Fachausweis bei der Lernwerkstatt Olten verpasst ihm den nötigen Schub. «Mein Schlüsselerlebnis war das Gruppendynamikseminar im zweiten Modul», schildert Steingruber sehr eindrücklich. «Der Satz – heute beginnt der Rest meines Lebens – gab mir den nötigen Kick und ich entschloss mich mein Leben von nun an aktiv zu gestalten.»

Ab 02.00 Uhr arbeite ich am produktivsten

«Bei meiner Weiterbildung zum Ausbilder hat es mir endgültig den Ärmel reingenommen. Ich schätzte es vor allem, das Gelernte sofort in die Praxis umsetzen zu können.» Wenn die Zeit jeweils etwas eng wurde nutzte Steingruber die frühen Morgenstunden – andere würden sagen die Nacht. «Als gelernter Postbote bin ich morgen früh sehr produktiv. So nutzte ich vor allem für das Bildungskonzept im Modul 5 die ungestörten Stunden ab 02.00 Uhr.» Das Resultat ist ein fundiertes Ausbildungskonzept für Wagenführer, welches bereits umgesetzt wurde. Steingruber schätzt auch das während der Ausbildung entstandene Netzwerk, welches er schon öfters beanspruchen konnte.

«Ich durfte eine gewaltige Entwicklung durchmachen», meint Steingruber rückblickend. Als Ausbildungsverantwortlicher, Sicherheitsbeauftragter und Qualitätsmanager der Distributionsbasis Zürich-Oerlikon bestehen seine Aufgaben vor allem im Organisieren, Betreuen und Beraten von Mitarbeitenden in Ausbildungsfragen. Nicht ohne stolz erzählt der Ausbilder von den 5 angehenden Lastwagenführern und deren Betreuern, von den vierwöchigen Stage der 30 Logistikassistenten/-innen, von KV-Lernenden und natürlich von den 10 Personen die die Wagenführerweiterbildung absolviert haben.

Bruno Steingruber hat noch viele Ziele. Eine Weiterbildung zum Ausbildungsleiter mit eidg. Diplom oder zum Coach könnten dabei die nächsten Schritte darstellen: «Ich arbeite gerne mit Menschen, mit ihren Talenten und Fähigkeiten».

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