Alessandro Augsburger
Ausbilder/in mit eidg. Fachausweis

Alessandro Augsburger ist ein vielseitig interessierter Mensch. Mit 21 Jahren stiess er als einer der Jüngsten zur Stadtpolizei Luzern. 1997 wurde er zum schönsten Mann der Schweiz gekürt, und als Ausbilder mit eidg. Fachausweis und Betriebsökonom schaffte er die Voraussetzungen für neue berufliche Chancen.

Sie erinnern sich noch gut: Die Bilder des schönen Polizisten gingen durch die Presse. Bei der 4. Wahl zum Mister Schweiz stand Augsburger zuoberst auf dem Podest. «Modeln war schon immer mein Hobby und mit der Teilnahme an der Mister-Schweiz-Wahl konnte ich nichts verlieren», meint Augsburger heute zu den Beweggründen seiner damaligen Anmeldung. Und tatsächlich gewann er als Mister Schweiz: «Ich lernte in diesem Jahr viele liebe Menschen kennen, und damals war es übrigens auch noch lukrativ, Mister Schweiz zu werden.»

Aufgabe als Präventionsbeauftragter

Sieben Jahre später sitzt mir der heute 34-jährige Augsburger in schicker Uniform der Zuger Polizei gegenüber. Nichts hat er an Sympathie und Ausstrahlung verloren, dafür noch sehr viele zusätzliche Lebenserfahrungen gewonnen. Seit Anfang Jahr sammelt er Fronterfahrung bei seinem neuen Arbeitgeber, um dann ab Herbst die Stelle des Präventionsbeauftragten zu bekleiden. «Die Zuger Polizei hat in diesem Bereich eine vorbildliche Strategie und ein gutes Konzept und es reizt mich, die Stelle aktiv mitzugestalten», freut sich Augsburger auf die Aufgabe. Präventionsarbeit umfasst ein sehr grosses Feld, von der Arbeit mit Jugendlichen über Kurstätigkeit bis hin zur für den Bürger sichtbaren Präsenz der Polizei.

Investition in die Weiterbildung lohnt sich

Eine solide Ausbildung ermöglicht es Augsburger, mit dieser Aufgabe sein Ziel, die Polizeiarbeit und die Erwachsenenbildung zu verbinden, zu erreichen. Als gelernter Konstruktionsschlosser und Absolvent der Polizeischule holte sich Augsburger sein Rüstzeug zusätzlich mit einem Betriebswirtschaftsstudium und mit dem Lehrgang Ausbilder mit eidg. Fachausweis der Lernwerkstatt Olten. Während dieser Weiterbildung leitete er einen Bereich bei einem grossen privaten Bildungsanbieter und verantwortete einen Umsatz von 2 Millionen Franken. «Ich habe schon viele Aus- und Weiterbildungen besucht, die mich vor allem fachlich weitergebracht haben. Im Lehrgang zum Ausbilder profitierte ich aber zusätzlich auch für meine Persönlichkeit. Die erworbenen sozialen Kompetenzen kann ich tagtäglich im Umgang mit Menschen anwenden.» Das Schlimmste für Augsburger wäre es, den ganzen Tag im Büro sitzen zu müssen. Mit seinem Motto «Wer wagt, gewinnt» wird ihm dies aber sicher nicht geschehen. Der jung Verheiratete will wieder vermehrt Zeit ins Pop-Art-Malen und in den Sport investieren. Seine wachen, braunen Augen verraten aber auch, dass Augsburger in seinem Leben privat wie beruflich noch viele spannende Aufgaben in Angriff nehmen wird.

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