SVEB-Weiterbildungszertifikat
Lernprozesse mit digitalen Lerntechnologien und künstlicher Intelligenz (KI) unterstützen
In dieser SVEB-Weiterbildung werden Sie fit für die digitale Welt des Lehrens und Lernens. Sie lernen, digitale Technologien und künstliche Intelligenz (KI) gezielt einzusetzen, um Lernprozesse mit Erwachsenen wirkungsvoll zu planen, umzusetzen und zu reflektieren.
Digitale Tools, Lernplattformen, Lern-Apps, KI-gestützte Systeme und immersive Formate wie Virtual oder Augmented Reality eröffnen heute neue Möglichkeiten in der Erwachsenenbildung. Wir zeigen Ihnen, wie Sie diese Möglichkeiten sinnvoll auswählen, in Ihr eigenes Praxisfeld integrieren und Ihre Lernveranstaltungen zukunftsorientiert gestalten.
Vom Schweizerischen Verband für Weiterbildung (SVEB) akkreditiert.
Ihr Plus bei der Lernwerkstatt
- Durchführungsgarantie
- Einfache, sofort umsetzbare Tools, digitale und virtuelle Lernsettings und Apps
- Hoher Praxisbezug
- Ihre Kursleitenden sind am Puls des digitalen Trainings
- Deviceunabhängig (umsetzbar mit Smartphone, Tablet, Notebook und Laptop)
- Betriebssystemunabhängig (anwendbar für Android, IOS und Microsoft Surface)
Wichtiges in Kürze
An wen richtet sich der Lehrgang?
Personen, die mit Smartphone, Tablet, Notebook oder Laptop in das digitale Universum einsteigen wollen. Ausbilder/innen, Berufsbildner/innen, Praxisausbilder/innen, Coaches und Mentorinnen und Mentoren die einfach und praxisorientiert digitale Lernwelten gestalten möchten.
Was gilt es mitzubringen?
- SVEB-Zertifikat Ausbilder/in
oder
- Modulbestätigung eines Lehrgangs zu einem SVEB-Zertifikat und mindestens 75 Stunden Praxis
oder
- Kompetenzen mindestens auf dem Niveau eines SVEB-Zertifikats Ausbilder/in
- Praxisfeld
- Freude im Umgang mit Informations- und Kommunikationstechnologien
- Vertrautheit mit den Grundfunktionen der persönlichen Geräte
- Bitte mitbringen:
– Notebook/Laptop (zwingend) und Smartphone (zwingend)
– Tablet (optional, aber sehr empfohlen)
Wir empfehlen private Geräte mitzubringen. Auf Geschäftsgeräten sind Sie evtl. darin eingeschränkt, im Unterricht behandelte Applikationen zu installieren.
Was gibt es zu lernen?
Handlungskompetenz
Im eigenen Fachbereich digital gestützte Lernprozesse mit Erwachsenen durch moderne digitale Lerntechnologien und KI effektiv umsetzen und reflektieren.
Kompetenzen
- Digitale Medien im Zusammenhang mit dem Bildungsbedarf sinnvoll auswählen und die getroffene Auswahl für die geplanten Lernprozesse aufbereiten
- Lernsettings durch geeignete digitale Werkzeuge erweitern und in Lernprozesse integrieren
- Moderne Lerntechnologien nachhaltig in Lernsettings implementieren
- Grundlagenverständnis zu verschiedenen technischen Aspekten in Bezug auf Lerntechnologien
- Rechtliche und ethische Fragestellungen beurteilen können
Inhalte
Medienunterstützte Didaktik:
- Lernansätze und -szenarien (moocs, Serious games, Edutainment, Simulationen, virtual/augmented reality etc.)
Methoden und Medieneinsatz:
- Überblick zu Anwendung und Trends mit neuen Lerntechnologien
- Data Driven Learning: Learning Analytics, E-Assessments (formative/summative, digitale Prüfungsaufsichten (Proctoring), Datenschutz)
- Einsatz von Lernplattformen (Open-Source, LMS, LXP, SCORM, adaptive & personalisierte Lernsysteme). Für welchen Einsatz welche Art. Rollen, technische Infrastruktur
- Immersives Lernen mit Virtual und Augmented Reality, Metaverse (360/180-Grad, Erfolgsfaktoren, Einsatzszenarien)
- Spielend lernen: Game Based Learning, Serious Games, Gamification
- Einsatz von KI
- Produktion von professionellen Lernvideos/interaktiven Videos (Schnitttechniken, Aufnahmetechniken, Software)
- Erstellung digitaler Lerninhalte mit Autorensystemen
- Erstellung von Podcasts & Videocasts
Rechtliche und ethische Rahmenbedingungen:
- Urheber-, Verwendungs- und Verwertungsrechte eigener und fremder Inhalte (Creative Common Lizenzen, Persönlichkeitsrechte, Fokus auf rechtliche Situation bei neuen Technologien wie KI, Open-Education Resources)
- Datenschutz
- Ethik / Fragestellung beim Einsatz von Lerntechnologien
Welche Methodik erwartet mich?
- Blended Learning: Präsenzunterricht und Online-Unterricht per Zoom, unterstützt durch ein Learningmanagement System
- Der Lehrgang ist ausgerichtet auf die Betriebssysteme Android, IOS und Microsoft Surface.
Welchen Abschluss erhalte ich?
SVEB-Weiterbildungszertifikat «Lernprozesse mit digitalen Lerntechnologien und KI unterstützen»
Wie lange dauert der Lehrgang?
Totale Lernzeit: 81 Stunden bestehend aus:
- Präsenzzeit: 26 Stunden (4 Tage)
- Selbstlernzeit: 55 Stunden
Erforderliche Präsenzzeit: 80%
Was braucht es für den Erhalt des Weiterbildungszertifikats?
- Aktive Teilnahme an der Kontaktlernzeit (mindestens 80%)
- Bearbeitung der in digitalen Settings umzusetzenden Aufgaben (mindestens 80%)
- Der Kompetenznachweis «Planung, didaktische Begründung, teilweise Umsetzung und Reflexion eines digital unterstützten Lernprozesses» ist mit «bestanden» bewertet
Wie gross sind die Gruppen?
Jede Lehrgangs-Gruppe umfasst maximal 16 Teilnehmende.
Wie hoch ist der Preis?
Lehrgangskosten: CHF 1560.–
Was bedeutet «Durchführung garantiert»?
Die Lernwerkstatt Olten garantiert die Durchführung aller ihrer Lehrgänge an den vorgesehenen Standorten und an den geplanten Terminen. Sollten wir wirklich einmal einen Lehrgang absagen, entschädigen wir Sie für Ihre daraus entstehenden Umtriebe mit CHF 1000.–. Aber setzen Sie die CHF 1000.– nicht bereits für Ihre nächsten Ferien ein – Ihr Lehrgang wird stattfinden!
Was ist die Lernplattform myLWO?
Unser Learning Management System «myLWO» bietet Ihnen eine Vielzahl von Funktionen für einen erfolgreichen Lehrgang.
Sie finden darin alle Kursunterlagen und starten daraus bei virtuellen Kurstagen das Videokonferenzsystem Zoom. Sie reichen über «myLWO» Ihre Kompetenznachweise ein und erhalten die Beurteilungen. «myLWO» lädt Sie per E-Mail jeweils zur Kursbewertung ein. In Ihrem Dashboard sind alle persönlichen Dokumente wie Einladungen, Rechnungen, Zertifikate oder SBFI-Zahlungsbestätigungen zur Beantragung der Bundessubventionen abgelegt.
Stöbern Sie in der Methodensammlung mit über 1500 Methoden für den Unterricht.
Als Nutzer/in von «myLWO» erhalten Sie einen kostenlosen Eintrag in die Online Ausbilder- und Coachdatenbank und präsentieren so Ihr Profil den monatlich 30 000 Besuchern der Website.
Wo findet der Lehrgang statt?
Olten, Zürich
Wer sind die Kursleitenden?
Die eingesetzten Kursleiter sind Fachleute mit mehrjähriger Berufserfahrung als Erwachsenenbildner. Sie haben einen höheren Abschluss in Erwachsenenbildung und verfügen über umfangreiche berufliche Qualifikationen und Erfahrungen im digitalen Training.
Welche Vorteile habe ich mit dem Studentenausweis (Membercard)?
Mit dem Studentenausweis der Lernwerkstatt Olten in Form einer Membercard erhalten Sie untenstehend aufgeführte Vergünstigungen. Oftmals gewähren Ihnen Detailhandel und Freizeiteinrichtungen gegen Vorweisung des Ausweises einen Rabatt. Probieren Sie es aus!
10 bis 30% Rabatt im Lernwerkstatt-Shop
Aktuelle Lehrgangsteilnehmende der Lernwerkstatt Olten erhalten auf Moderationstaschen, Flipchart-Köcher, Wachsmalblöcke, Kartensets und Kursunterlagen einen Rabatt zwischen 10 und 30%.
10% Rabatt bei Neuland
Aktuelle und ehemalige Lehrgangsteilnehmende der Lernwerkstatt Olten erhalten bei Bestellungen einen Rabatt von 10%. Ausgenommen sind Aktionen, die Fundgrueb, Hammerpreis-Angebote, Spezialangebote sowie Seminare. Bitte vermerken Sie bei Ihrer Bestellung, dass Sie Kunde der Lernwerkstatt Olten sind.
20% Rabatt auf WEKA-Praxisseminare
Aktuelle und ehemalige Lehrgangsteilnehmende der Lernwerkstatt Olten erhalten auf die WEKA-Praxisseminare einen Rabatt von 20%. Bitte vermerken Sie bei Ihrer Anmeldung, dass Sie Kunde der Lernwerkstatt Olten sind.
20% Rabatt auf Fachinfo-Produkte bei WEKA
Aktuelle und ehemalige Lehrgangsteilnehmende der Lernwerkstatt Olten erhalten bei WEKA auf neu abgeschlossene Fachinfo-Produkte einen Rabatt von 20%. Bitte vermerken Sie bei Ihrer Anmeldung, dass Sie Kunde der Lernwerkstatt Olten sind.
Spezialkonditionen auf allen Zimmerkategorien im Hotel Arte, Olten
Nur bei Direktbuchung (nicht über Buchungsplattformen). Der Hinweis auf den Rabatt muss bereits während dem Buchungsprozess erfolgen. Wird erst bei Abreise darauf hingewiesen, kann rückwirkend kein Rabatt gewährt werden.
Parkhaus Sälihof, Olten
Tagespauschale für CHF 20.– (Ausfahrtsticket kann bei der Kursleitung bezogen werden)
Interview mit Nicole Erni, Kursleiterin

Die Überarbeitung des SVEB-Weiterbildungszertifikats «Lernprozesse mit digitalen Lerntechnologien und künstlicher Intelligenz (KI) unterstützen» ist eine bewusste und konsequente Antwort auf die tiefgreifenden Veränderungen in der Erwachsenenbildung. Digitale Lerntechnologien und insbesondere künstliche Intelligenz (KI) sind in kurzer Zeit fester Bestandteil des Lernalltags geworden. Erwachsene Lernende nutzen digitale Werkzeuge selbstverständlich, bringen eigene Erfahrungen mit und erwarten zeitgemässe, praxisnahe Lernformate. Das bisherige Modul berücksichtigte digitale Medien zwar bereits, konnte jedoch die Dynamik, die Geschwindigkeit und die neuen Fragestellungen rund um den Einsatz von KI nicht mehr ausreichend abbilden.
Antwort auf den digitalen Wandel in der Erwachsenenbildung
Mit dem neuen Titel wird deutlich, dass es heute nicht mehr um einzelne Tools geht, sondern um das gezielte Unterstützen von Lernprozessen mit digitalen Technologien und künstlicher Intelligenz. Im Zentrum stehen die bewusste Gestaltung von Lernsettings, die methodische Einbettung sowie die reflektierte Anwendung im beruflichen Alltag von Ausbildenden. Der Lehrgang ist deshalb praxisorientierter, technologieoffener und gleichzeitig kritischer aufgebaut. Er orientiert sich an den realen Anforderungen der Erwachsenenbildung und an den Fragen, die Ausbildende heute tatsächlich beschäftigen.
Mehrwert für Ausbildende durch reflektierten KI-Einsatz
Künstliche Intelligenz übernimmt dabei unterstützende Rolle im Lernprozess. Sie ersetzt keine Ausbilderin und keinen Ausbilder, sondern erweitert die didaktischen Möglichkeiten sinnvoll. KI kann dabei helfen, Lernwege zu individualisieren, Lernstände sichtbar zu machen, Reflexion anzuregen und administrative Aufgaben zu vereinfachen. Der Mehrwert für Ausbildende liegt darin, Lernprozesse differenzierter zu begleiten und gezielter auf die Bedürfnisse erwachsener Lernender einzugehen.
Entscheidend ist dabei der bewusste und verantwortungsvolle Einsatz. Künstliche Intelligenz wird im Lehrgang als didaktisches Werkzeug verstanden, nicht als Autorität und auch nicht als Ersatz für fachliche Erfahrung, Beziehung oder Verantwortung. Genau diese Haltung vermittelt das SVEB-Weiterbildungszertifikat. Es befähigt Ausbildende, digitale Technologien mit Klarheit, Professionalität und Wertschätzung einzusetzen und Lernprozesse in der Erwachsenenbildung wirksam, menschlich und zukunftsorientiert zu gestalten.
Wenn ich an klassische Weiterbildungen vor zehn Jahren denke, dann erinnere ich mich an viel Wissensvermittlung, klare Abläufe und feste Strukturen. Man kam in den Kurs, hörte zu, machte sich Notizen und nahm Inhalte mit, die man später im Berufsalltag umsetzen sollte. Das hatte seine Berechtigung und hat vielen Menschen Orientierung gegeben.
Heute hat sich der Lernalltag von Erwachsenen spürbar verändert. Erwachsene lernen bewusster, selbstgesteuerter und stärker aus ihrer eigenen Erfahrung heraus. Sie kommen mit konkreten Fragen, mit Vorwissen und mit dem Wunsch, den Sinn des Lernens zu verstehen. Sie möchten wissen, warum etwas relevant ist, wie es ihnen im Alltag hilft und was sie daraus für sich mitnehmen können.
Vom Zuhören zum selbstgesteuerten Lernen
Manchmal hilft ein Blick zurück, um diese Entwicklung einzuordnen. Noch vor einiger Zeit galt die sprechende Microsoft-Office-Büroklammer Clippit, auch Clippy genannt, als technologische Sensation. Damals fühlte sich das nach Zukunft an. Heute schmunzeln wir darüber und diskutieren gleichzeitig sehr ernsthaft über künstliche Intelligenz im Lernen. Das zeigt, wie schnell sich Technik verändert. Entscheidend ist jedoch nicht die Technik selbst, sondern wie wir sie nutzen.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Vielfalt in heutigen Weiterbildungen. In einem Kurs treffen unterschiedliche Generationen mit verschiedenen Lernbiografien und Medienerfahrungen aufeinander. Erwachsene möchten ernst genommen werden, ihre Erfahrungen einbringen und auf Augenhöhe lernen. Studien aus der Erwachsenenbildung zeigen eindeutig, dass Lernen dann besonders wirksam ist, wenn genau das möglich ist.
Neue Rollen für Lernende und Ausbildende
Digitale Lerntechnologien und künstliche Intelligenz unterstützen diese Entwicklung. Sie ermöglichen flexiblere Lernformate, individuelle Zugänge und mehr Raum für Reflexion. Gleichzeitig hat sich die Rolle der Ausbildenden gewandelt. Sie sind heute weniger reine Wissensvermittelnde und vielmehr Begleiterinnen und Begleiter von Lernprozessen. Sie geben Struktur, schaffen Orientierung und unterstützen Erwachsene dabei, Verantwortung für ihr Lernen zu übernehmen.
Zusammengefasst hat sich der Fokus in den letzten zehn Jahren deutlich verändert. Weg von der reinen Wissensvermittlung, hin zu einer praxisnahen, sinnstiftenden und menschlichen Erwachsenenbildung. Und genau darin liegt für mich die wichtigste Veränderung.
Das SVEB-Weiterbildungszertifikat unterscheidet sich grundlegend von einem reinen Tool- oder KI-Kurs, da es nicht bei der Anwendung einzelner Technologien stehen bleibt, sondern den gesamten Lernprozess in den Mittelpunkt stellt.
Vom Werkzeug zur didaktischen Entscheidung
Ein Tool- oder KI-Kurs vermittelt in der Regel, wieein bestimmtes digitales Werkzeug funktioniert. Das SVEB-Weiterbildungszertifikat befähigt Ausbildende in der Erwachsenenbildung hingegen dazu, zu verstehen, wann und in welchem Kontext der Einsatz digitaler Lerntechnologien und künstlicher Intelligenz sinnvoll ist. Der Fokus liegt dabei nicht nur auf der Bedienung, sondern auch auf der didaktisch fundierten Gestaltung, Umsetzung und Reflexion digital gestützter Lernprozesse im eigenen Fachbereich.
Ein zentrales Unterscheidungsmerkmal ist die übergeordnete Handlungskompetenz des Lehrgangs. Die Teilnehmenden lernen, Lernprozesse mit Erwachsenen effektiv umzusetzen und kritisch zu reflektieren. Dazu gehört die bewusste Auswahl digitaler Medien in Bezug auf den Bildungsbedarf, ihre Integration in Lernsettings sowie ihre nachhaltige Implementierung.
Professionalisierung durch Praxis und Reflexion
Ein weiterer entscheidender Unterschied liegt im Kompetenznachweis. Die Teilnehmenden setzen einen realen, digital unterstützten Lernprozess um, begründen ihre didaktischen Entscheidungen, holen Feedback ein und reflektieren sowohl das eingesetzte Medium als auch ihre eigene Rolle als Ausbilderin oder Ausbilder. Diese Verbindung von Praxis, Reflexion und Feedback ist typisch für professionelle Erwachsenenbildung und geht weit über einen klassischen Kurs hinaus.
Nicht zuletzt behandelt das SVEB-Weiterbildungszertifikat auch rechtliche und ethische Fragestellungen wie Datenschutz, Urheberrechte und Verantwortung beim Einsatz neuer Technologien. Damit wird deutlich, dass es nicht um kurzfristige Trends geht, sondern um eine nachhaltige und verantwortungsvolle Weiterbildungspraxis.
Zusammengefasst unterscheidet sich das SVEB-Weiterbildungszertifikat von reinen Tool- oder KI-Kursen dadurch, dass es Ausbildende dazu befähigt, nicht nur digitale Technologien zu nutzen, sondern auch Lernprozesse mit Erwachsenen bewusst, reflektiert und professionell zu gestalten.
Teilnehmende des SVEB-Weiterbildungszertifikats können nach dem Lehrgang konkrete, sichtbare Kompetenzen vorzeigen, die weit über technisches Wissen hinausgehen. Sie sind in der Lage, digitale Lernprozesse mit Erwachsenen bewusst zu planen, wirksam umzusetzen und kritisch zu reflektieren. Dabei geht es nicht um Perfektion, sondern um Professionalität und Klarheit im eigenen Handeln.
Didaktisch fundierte Gestaltung digitaler Lernprozesse
Konkret können sie digitale Medien und Lerntechnologien gezielt in Bezug auf den Bildungsbedarf auswählen und didaktisch begründen. Sie wissen, welches digitale Werkzeug in welchem Lernsetting Sinn macht und warum. Lernsettings werden nicht einfach digital ergänzt, sondern sinnvoll erweitert und nachhaltig in den Lernprozess integriert. Diese Fähigkeit zur bewussten Auswahl und Einbettung ist eine zentrale Kompetenz des Moduls.
Sehr häufig beschreiben Teilnehmende während oder nach dem Modul typische Aha-Erlebnisse. Ein zentrales Aha ist die Erkenntnis, dass digitale Technologien und künstliche Intelligenz keinen Kontrollverlust bedeuten, sondern im Gegenteil mehr Klarheit, Struktur und Wirksamkeit schaffen können. Viele berichten, dass sie sich nach dem Kurs sicherer fühlen, bewusster entscheiden und entspannter mit digitalen Lerntechnologien umgehen.
Sicherheit, Haltung und Rollenverständnis in der Erwachsenenbildung
Ein weiteres Aha-Erlebnis liegt im Rollenverständnis. Teilnehmende erkennen, dass ihre Rolle als Ausbildende nicht geschwächt, sondern gestärkt wird. Sie erleben sich weniger als reine Wissensvermittelnde und stärker als Begleiterinnen und Begleiter von Lernprozessen. Nicht zuletzt gewinnen Teilnehmende Sicherheit im Umgang mit rechtlichen und ethischen Fragestellungen. Sie können Datenschutz, Urheberrechte und ethische Aspekte beim Einsatz digitaler Lerntechnologien kompetent einordnen und in ihrem Praxisfeld verantwortungsvoll umsetzen. Auch diese Kompetenz wird von vielen Teilnehmenden als entlastend und klärend erlebt.
Zusammengefasst können Teilnehmende nach dem Lehrgang sichtbar zeigen, dass sie digitale Lernprozesse in der Erwachsenenbildung professionell gestalten, reflektieren und verantwortungsvoll begleiten können. Genau diese Kombination aus Praxis, Reflexion und Haltung macht das Weiterbildungszertifikat digital so wirksam und nachhaltig.
Wenn wir in fünf Jahren auf die heutigen Weiterbildungen mit künstlicher Intelligenz zurückblicken, werden wir vermutlich schmunzelnd erzählen, wie ehrfürchtig wir vor den ersten KI-Möglichkeiten gesessen sind. Wie beeindruckt wir waren, wenn Texte flüssig klangen, Bilder perfekt aussahen oder Videos so echt wirkten, dass man zweimal hinschauen musste. Und wie wir dabei gelernt haben, dass nicht alles, was überzeugend wirkt, auch wirklich echt sein muss.
Wir werden uns erinnern, dass vieles neu, schnell und manchmal auch ein wenig überwältigend war. Dass wir ausprobiert, getestet und gestaunt haben und gleichzeitig gemerkt haben, wie wichtig Einordnung und kritisches Denken sind. Gerade Fake-Bilder und -Videos haben uns früh gezeigt, dass technischer Fortschritt immer auch Verantwortung mit sich bringt.
Was wir nicht belächeln werden, sind die Weiterbildungen, die genau das früh erkannt haben. Die verstanden haben, dass es nicht um Technik an sich geht, sondern um Haltung, Medienkompetenz und die Fähigkeit, Inhalte bewusst zu hinterfragen. Denn künstliche Intelligenz hat uns nicht nur neue Möglichkeiten eröffnet, sondern auch unsere Aufmerksamkeit geschärft.
Mit einem Augenzwinkern werden wir also auf die Anfänge zurückblicken und gleichzeitig dankbar sein für die Erkenntnis, dass künstliche Intelligenz keine Abkürzung ist, sondern ein Werkzeug. Und dass gute Weiterbildung auch in Zukunft dort entsteht, wo Neugier, Erfahrung und menschliche Begleitung zusammenkommen.
In meiner Praxis erstelle ich Erklärvideos mit Unterstützung von KI, um Lerninhalte klar, ruhig und verständlich aufzubereiten. Konkret nutze ich KI beispielsweise bei der Strukturierung von Inhalten, bei der Formulierung von Skripten oder bei der Visualisierung von Kernaussagen. Die KI hilft mir dabei, komplexe Themen zu ordnen, verständlich herunterzubrechen und didaktisch klar zu formulieren. Das Video selbst bleibt bewusst menschlich. Stimme, Tempo und Beispiele sind auf erwachsene Lernende abgestimmt. KI unterstützt den Prozess.
Ergänzend arbeite ich mit Podcasts, ebenfalls mit Unterstützung von KI. Die KI hilft mir dabei, Inhalte zu verdichten, Schwerpunkte herauszuarbeiten oder Fragen für eine Podcastfolge zu strukturieren. Für erwachsene Lernende ist dieses Format besonders wertvoll, weil es Lernen flexibel in den Alltag integriert. Inhalte können unterwegs, zwischendurch oder in ruhigen Momenten aufgenommen werden. Der Podcast schafft Nähe, ohne Präsenz zu verlangen, und gibt Raum für eigenes Nachdenken.
Ich setze KI für Lernzielkontrollen ein. Diese dienen nicht der Kontrolle, sondern der Selbstüberprüfung. Erwachsene Lernende erkennen sofort, wo sie sicher sind und wo sie nochmals hinschauen möchten. Das schafft Orientierung und stärkt die Eigenverantwortung im Lernprozess.
Die Bedeutung dieser Technologien für die Erwachsenenbildung ist aus meiner Sicht sehr gross, wenn sie bewusst und zielgerichtet eingesetzt werden. Datengetriebenes Lernen, Gamification sowie Virtual und Augmented Reality eröffnen neue Möglichkeiten, Lernprozesse wirksamer, nachhaltiger und näher am Alltag erwachsener Lernender zu gestalten.
Orientierung und Motivation durch datengetriebenes Lernen
Datengetriebenes Lernen unterstützt vor allem die Orientierung im Lernprozess. Erwachsene möchten wissen, wo sie stehen und wie sie sich entwickeln. Wenn Lernfortschritte sichtbar gemacht werden, aktiviert dies nachweislich das Belohnungssystem im Gehirn. Studien aus der Lern- und Motivationsforschung zeigen, dass Transparenz und Rückmeldung die Selbstwirksamkeit stärken und die Lernmotivation erhöhen. Ein einfaches Beispiel sind kurze Selbstchecks oder Reflexionsfragen nach einer Lerneinheit. Sie helfen dem Gehirn, Inhalte einzuordnen und zu verankern.
Gamification ist aus neurobiologischer Sicht besonders wirksam. Spielen reduziert Stress, erhöht die emotionale Beteiligung und verbessert die Gedächtnisleistung. In der Erwachsenenbildung bedeutet das nicht Spielerei, sondern sinnvolle Aktivierung. Kleine Herausforderungen, Lernspiele oder freiwillige Quizformate fördern das Mitdenken und erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass Inhalte langfristig gespeichert werden. Das Gehirn lernt besser, wenn Lernen als positiv und sinnvoll erlebt wird.
Immersives Lernen mit Virtual und Augmented Reality
Virtual und Augmented Reality sprechen mehrere Sinneskanäle gleichzeitig an. Lernen wird nachhaltiger, wenn Sehen, Hören und Handeln kombiniert werden. Immersive Lernumgebungen ermöglichen genau das. Ein Beispiel ist das virtuelle Erleben von Situationen, die im realen Alltag schwer zugänglich sind. Das Gehirn verarbeitet diese Erfahrungen ähnlich wie reale Erlebnisse, was den Transfer in den Alltag deutlich erleichtert.
All diese Technologien wirken besonders dann, wenn sie gut eingebettet sind. Entscheidend bleibt die Begleitung durch Ausbildende, die Lernprozesse strukturieren, reflektieren und emotional absichern.
Für mich liegt der grosse Mehrwert darin, dass diese Technologien Lernen gehirngerecht machen. Sie aktivieren Motivation, fördern Aufmerksamkeit und unterstützen nachhaltiges Verstehen. So wird Erwachsenenbildung nicht nur moderner, sondern wirksamer und menschlicher zugleich.
Für mich liegt der grosse Mehrwert darin, dass diese Technologien Lernprozesse sinnvoll unterstützen und ergänzen. Spielerische Elemente können Motivation und Aufmerksamkeit fördern, Lerninhalte erlebbarer machen und das Verstehen vertiefen.
Beim Einsatz von künstlicher Intelligenz in der Bildung stellen sich mehrere zentrale ethische Fragen. Eine der wichtigsten betrifft den Umgang mit Daten. Es geht um Datenschutz, Transparenz und die Frage, welche Informationen verwendet werden und wofür. Erwachsene Lernende haben ein berechtigtes Interesse daran zu wissen, wie mit ihren Daten umgegangen wird und wo Grenzen gesetzt sind.
Verantwortung und Transparenz im Umgang mit KI
Eine weitere ethische Fragestellung betrifft die Verantwortung für Inhalte. KI kann Texte, Bilder oder Empfehlungen erzeugen, übernimmt jedoch keine Verantwortung für deren Richtigkeit, Wirkung oder Angemessenheit. Diese Verantwortung bleibt immer bei den Ausbildenden. Gerade in der Erwachsenenbildung ist es wichtig, klarzumachen, dass KI ein unterstützendes Werkzeug ist und keine Autorität.
Auch die Frage der Fairness spielt eine zentrale Rolle. Nicht alle Lernenden haben die gleichen Voraussetzungen im Umgang mit digitalen Technologien. Ausbildende stehen deshalb in der Verantwortung, Lernsettings so zu gestalten, dass niemand benachteiligt wird und alle Teilnehmenden einen gleichwertigen Zugang zum Lernen haben.
Haltung, Fairness und professionelle Verantwortung
Meiner Meinung nach sollten Ausbildende diesen Fragen offen, transparent und reflektiert begegnen. Das bedeutet, den Einsatz von KI bewusst zu erklären, Grenzen klar zu benennen und Lernende aktiv in die Auseinandersetzung einzubeziehen. Ethische Aspekte sind dabei kein Zusatz, sondern Teil professioneller Bildungsarbeit.
Ein verantwortungsvoller Umgang mit KI zeigt sich vor allem in der Haltung. Ausbildende entscheiden bewusst, wo KI sinnvoll unterstützt und wo menschliche Erfahrung, Beziehung und Verantwortung unverzichtbar bleiben. Genau diese Klarheit stärkt Vertrauen und macht digitalen Lernprozesse in der Erwachsenenbildung nachhaltig und glaubwürdig.
Der Lehrgang bei der Lernwerkstatt zeichnet sich vor allem durch langjährige Erfahrung und eine klare Haltung aus. Die Kursleitenden bringen nicht nur fundiertes Fachwissen mit, sondern wenden digitale Lerntechnologien und künstliche Intelligenz seit Jahren selbst in ihrer täglichen Arbeit an. Das schafft Authentizität und Vertrauen. Die Teilnehmenden spüren, dass hier nicht über Konzepte gesprochen wird, sondern aus gelebter Praxis heraus.
Praxisnähe und Lernen auf Augenhöhe
Ein grosser Vorteil für die Teilnehmenden liegt genau in dieser Praxisnähe. Die Inhalte sind eng an den realen Herausforderungen der Erwachsenenbildung orientiert. Fragen, Unsicherheiten und unterschiedliche Erfahrungsstände haben Platz. Neues Wissen wird nicht übergestülpt, sondern gemeinsam erarbeitet, ausprobiert und reflektiert. Lernen findet auf Augenhöhe statt. Was den Lehrgang besonders auszeichnet, ist die Haltung der Kursleitenden. Lebenslanges Lernen steht klar im Vordergrund. Es geht nicht darum, alles zu wissen oder perfekt zu sein, sondern neugierig zu bleiben, Entwicklungen offen zu begegnen und sich kontinuierlich weiterzuentwickeln. Die Freude an neuem Wissen, auch im Umgang mit KI, ist spürbar und wirkt ansteckend.
Fachlichkeit, Menschlichkeit und Verantwortung
Gleichzeitig spielt Menschlichkeit eine zentrale Rolle. Digitale Technologien und KI werden nicht isoliert betrachtet, sondern immer im Zusammenhang mit Beziehung, Verantwortung und Ethik. Ethische Fragestellungen werden offen angesprochen und ernst genommen. Die Teilnehmenden lernen, digitale Lernprozesse nicht nur effizient, sondern auch verantwortungsvoll und reflektiert zu gestalten.
Für die Teilnehmenden bedeutet dies eine Lernumgebung, die Sicherheit bietet, Mut macht und Entwicklung ermöglicht. Sie profitieren von Erfahrung, Offenheit und einer klaren Werteorientierung. Der Kurs bei der Lernwerkstatt verbindet Fachlichkeit mit Menschlichkeit und schafft damit eine Weiterbildung, die nicht nur Wissen vermittelt, sondern Haltung stärkt und nachhaltig wirkt.
Die technologischen Entwicklungen, insbesondere im Bereich der künstlichen Intelligenz, schreiten derzeit sehr schnell voran. Ich bin überzeugt, dass KI die Bildungslandschaft in den nächsten Jahren verändern wird, jedoch nicht als radikaler Umbruch, sondern als schrittweise und sinnvolle Weiterentwicklung bestehender Lernformen.
Schrittweise Transformation statt radikaler Umbruch
Ich sehe die Zukunft des Lernens mit KI vor allem darin, dass Lernprozesse flexibler und individueller begleitet werden können. KI kann dabei unterstützen, Lernwege besser auf persönliche Bedürfnisse abzustimmen, Lernfortschritte sichtbar zu machen und Reflexion zu vertiefen. Gerade in der Erwachsenenbildung eröffnet das neue Möglichkeiten, Lernen stärker mit dem Alltag, der Erfahrung und den konkreten Fragestellungen der Lernenden zu verbinden.
Gleichzeitig bin ich überzeugt, dass die Rolle der Ausbildenden nicht kleiner, sondern wichtiger wird. Orientierung geben, Inhalte einordnen, Verantwortung übernehmen und ethische Fragen bewusst ansprechen sind Aufgaben, die nicht automatisiert werden können. KI kann entlasten und unterstützen, ersetzt jedoch weder Erfahrung noch Beziehung oder Haltung.
Der Mensch im Zentrum des Lernens
Ich stelle mir die Zukunft des Lernens mit KI deshalb nicht als technikgetrieben vor, sondern als bewusst gestalteten Prozess. Entscheidend wird sein, wie reflektiert wir diese Technologien einsetzen. Dort, wo KI als Werkzeug verstanden wird und der Mensch im Zentrum bleibt, kann Lernen sehr wirksam, verantwortungsvoll und nachhaltig gestaltet werden.
Für mich bleibt klar: Lernen ist und bleibt ein menschlicher Prozess. Künstliche Intelligenz kann ihn begleiten und erweitern, aber nicht ersetzen. Ich wünsche mir eine Bildungslandschaft, in der neue Technologien mit Freude, Offenheit und Respekt eingesetzt werden. Eine Bildungslandschaft, in der Lernen lebendig bleibt und in der KI dazu beiträgt, Entwicklung zu ermöglichen und Menschen auf ihrem Weg zu unterstützen.





